AUS DEM FENSTER HÄNGEN

Die Installationschoreographie „Aus dem Fenster hängen“ entspringt dem Grundbedürfnis verschiedener Generationen, ihr spezielles Leben auf engem Raum in ihrem infrastrukturschwachen Stadtteil Wuppertal-Sedansberg zu kommunizieren.

Es ging zentral um den bildnerischen Ausdruck von lokalen Gefühlen und Befindlichkeiten durch Bilder und Objekte. Im Sommer/Herbst 2012 sollte vier Wochen die Fassade vom Caritas-Stadtteiltreff A-Meise von Stoff- und T-shirtmalereien überhängt werden.

Sämtliche Anwohner, von Kindern, Jugendlichen bis hochbetagten SeniorInnen, sämtliche Kulturen und die künstlerische Leiterin ließen ihrer Kreativität freien Lauf, gestalteten individuell. Die Darstellungen sollten alle Formen des ortsspezifischen Daseins abdecken, wie Kindheit, Leiden und Liebe, Alter und Tod, Fremde, Familie und Teilen. Gemaltes und Gefundenes aus dem Quartiersleben sowie das gemeinsame Machen/ Präsentieren sollten die Kommunikation im Stadtteil anregen.

Die Szenen der Objekte wechseln – Graffiti trifft den röhrenden Hirsch, marrokkanische Tuchmuster untermalen Pferde reitende Schönheiten, Comics begegnen plastischen Blumengirlanden.